Personen

Linda Hering

A03: Waren und Wissen

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Technische Universität Berlin
BH 5-1 | Raum 210
Ernst-Reuter-Platz 1
10587 Berlin

Vita

  • seit 2018

    Wissenschaftliche Mitarbeiterin im SFB 1265 Re-Figuration von Räumen / Teilprojekt A03 „Waren und Wissen: Raumwissen von Konsumenten und Händlern”

  • 2012 – 2017

    Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt Lokale Konventionen des Friseurwesens. Städtische Eigenlogik in Wirtschaftspraktiken

  • 2009 – 2012

    Tätigkeit als Studentische Beschäftigte, u.a. Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V., ProFiL (Professionalisierung und Förderung für Frauen in Forschung & Lehre), Forschungsdatenzentrum der Rentenversicherung (FDZ-RV), Institut für Soziologie TU Berlin

  • 2006 – 2012

    Studium der Soziologie technikwissenschaftlicher Richtung an der TU Berlin und der Auckland University of Technology, NZ (Abschluss: Diplom)

Dissertation

Die Relevanz von Materialität auf die Ausgestaltung der Märkte für Obst und Gemüse, mit Fokus auf den Lebensmitteleinzelhandel (Arbeitstitel)

Kurzbeschreibung:
In meinem Projekt interessiere ich mich dafür wie Märkte für Obst und Gemüse funktionieren. Dabei fokussiere ich mich darauf, wie sie entstanden sind, wie sie sich gewandelt haben und welche besondere Relevanz materiellen Dingen und (An)Ordnungen dabei zukommt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Darstellung wie bestimmte Erwartungen und Vorstellungen von u. a. Frische, ganzjähriger Verfügbarkeit und Qualität (in Bezug auf Größe, Farbe, Reife usw.), Einfluss auf die Ausgestaltung der physischen Begebenheiten dieser Frischwaren, deren Anbaugebiete, den Transportbedingungen und schließlich den Einkaufs- bzw. Verkaufsorten nehmen, und vice versa. Daher setze ich mich mit verschiedenen Fragen auseinander, z.B. welche vielfältigen sozialen Bedeutungen diesen Frischwaren im Laufe der Zeit zugeschrieben wurden, wie sie Marktfähig gemacht wurden und wie sich unterschiedliche Ansprüche (z.B. gesetzlich und private Vorgaben oder ethische und ökologische Aspekte) in der Biologie dieser lebendigen Waren einschreiben.
In diesem Zusammenhang wird deutlich, wie durch die Sichtbarmachung und damit Verknüpfung von Räumen (z.B. der Repräsentation des Anbauortes am Einkaufsort) eine soziale und räumliche Wiedereinbettung der größtenteils standardisierten und global produzierten Massenprodukten versucht wird. Durch diverse Einsichten in die alltägliche Verkaufsroutine (z.B. Auswahl- und Bestellpraktiken) zeigt sich zudem, welche institutionellen und materiellen Rahmenbedingungen und Ordnungen, aber auch unterschiedlichen Lebensvorstellungen und Konventionen sich in den Obst- und Gemüseabteilungen der verschiedenen Anbieter widerspiegeln.
Ein Blick auf den digitalen Handel mit Frischwaren untermauert die fortbestehende Relevanz der Orts- und Zeitgebundenheit auch beim eCommerce, die beim Konsum von Obst und Gemüse besonders offenkundig wird und zumindest teilweise einen entscheidenden Effekt auf die erfolgreiche Umsetzung von unterschiedlichen Verkaufskonzepten zu haben scheint.

Publikationen

  • Publikationen

    • Hering, Linda/Julia Fülling (in Vorbereitung) Die karibische Banane im deutschen Lebensmitteleinzelhandel: Über die (Un)Sichtbarkeit ihrer Herkunft und Logistik im Supermarkt und die Materialität der Ware. In: Martina Löw, Volkan Sayman, Jona Schwerer, Hannah Wolf: Am Ende der Globalisierung. Über die Re-Figuration von Räumen. Transcript.

    • Fülling, Julia/Hering, Linda/Kulke, Elmar (in Vorbereitung) Kartierung & Foto-Dokumentation. In: Anna Juliane Heinrich, Séverine Marguin, Angela Million, Jörg Stollmann (Hg.) Methoden der qualitativen Raumforschung. Ein interdisziplinäres Handbuch. UTB.

    • Baur, Nina/Fülling, Julia/Hering, Linda/Kulke, Elmar (im Erscheinen) Waren – Wissen – Raum. Die Koordination von Konsumenten und Produzenten in Warenketten am Beispiel des Lebensmittelhandels. Wiesbaden: Springer VS.

    • Kulke, Elmar/Hering, Linda/Fülling, Julia/Baur, Nina (im Erscheinen) Interdependenz von Produktion, Markt und Konsum in Lebensmittelwarenketten In: Baur, Nina/Fülling, Julia/Hering, Linda/Kulke, Elmar (Hg.) Waren – Wissen – Raum. Die Koordination von Konsumenten und Produzenten in Warenketten am Beispiel des Lebensmittelhandels Wiesbaden: Springer VS.

    • Baur, Nina/Fülling, Julia/Hering, Linda/Vogl, Susanne (2019) Die Verzahnung von Arbeit und Konsum. Wechselwirkungen zwischen der Transformation der Erwerbsarbeit und der Trans-formation der milieuspezifischen innerfamiliären Arbeitsteilung am Beispiel der Ernährung. In: Ernst, Stefanie/Becke, Guido (Hg.): Transformationen der Arbeitsgesellschaft. Prozess- und figurationstheoretische Beiträge. Wiesbaden: Springer VS.

    • Hering, Linda/Baur, Nina (2019) Die Verschränkung von Lokalem und Globalen an Einkaufsorten. Das Verhältnis von Forminvestitionen, Intermediären und Raumwirkungen in Produktion, Distribution und Konsum von Lebensmitteln in Deutschland und Thailand. Beitrag im Veröffentlichungsband des DGS Kongress 2018

    • Hering, Linda (2018): Fallstudie. Ein Beispiel für eine historisch angeleitete Analyse städtischer Wirtschaftspfade. In: Akremi, Leila/Baur, Nina/Knoblauch, Hubert/Traue, Boris (Hg.), Interpretativ Forschen. Ein Handbuch für die Sozialwissenschaften. Weinheim: Juventa

    • Hering, Linda/Jungmann, Robert (2018): Einzelfallanalyse. In: Baur, Nina/Blasius, Jörg (Hg.) (2018): Handbuch der empirischen Sozialforschung. (2. erw. Auflage) Wiesbaden: Springer VS

    • Wagner-Schelewsky, Pia/Hering, Linda (2018): Online-Befragung. In: Baur, Nina/Blasius, Jörg (Hg.) (2018): Handbuch der empirischen Sozialforschung. (2. erw. Auflage) Wiesbaden: Springer VS

    • Baur, Nina/Hering, Linda (2017): Die Kombination von ethnografischer Beobachtung und standardisierter Befragung. Mixed-Methods-Designs jenseits der Kombination von qualitativen Interviews mit quantitativen Surveys. In: KZfSS 69 (Supplement 2). S. 387-414

    • Baur, Nina/Hering, Linda (2017): Learning from the Past. How Local Economic Conventions Influence Responses to Global Crises. In: Human Figurations: Long-term Perspectives on the Human Condition 6 (2).

    • Baur, Nina/Hering, Linda (2015): Konventionen und Wirtschaftskrisen. Zur Wahlverwandt­schaft zwischen lokalen Wirtschaftspraktiken und wirtschaftlichen Entwicklungspfaden. In. Lessenich, Stephan (Hg.): Routinen der Krise – Krise der Routinen. Verhandlungen des 37. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Trier 2014.

    • Baur, Nina/Löw, Martina/Hering, Linda/Raschke, Anna Laura/Stoll, Florian (2014): Die Rationalität lokaler Wirtschaftspraktiken im Friseurwesen. Der Beitrag der „Ökonomie der Konventionen“ zur Erklärung räumlicher Unterschiede wirtschaftlichen Handelns. In: Bögenhold, Dieter (Hg.) (2014): Soziologie des Wirtschaftlichen: Alte und neue Fragen. Wiesbaden: Springer VS

    • Thierbach, Cornelia/Raschke, Anna Laura/Hering, Linda/Baur, Nina (Hg.) (2014): Spatial Analysis in the Social Sciences and Humanities. Towards Integrating Qualitative, Quantitative and Cartographic Approaches. HSR – Historical Social Research / Historische Sozialforschung 39 (2), Special Issue.

    • Baur, Nina/Hering, Linda/Raschke, Anna Laura/Thierbach, Cornelia (2014): Theory and methods in spatial analysis. Towards integrating qualitative, quantitative and cartographic approaches in the social sciences and humanities. Historical Social Research 39 (2): 7-50. DOI: 10.12759/hsr.39.2014.2.7-50.

    • Baur, Nina/Hering, Linda/Löw, Martina/Raschke, Anna Laura (2014): Tradition, Zukunft und Tempo im Friseursalon. In: Frank, Sybille/Gehring, Petra/Griem, Julika/Haus, Michael (Hrsg.) 2014: Städte unterscheiden lernen. Zur Analyse interurbaner Kontraste. Birmingham, Dortmund, Frankfurt, Glasgow. Frankfurt, New York: Campus.

    • Quermann, Anna Laura/Hering, Linda (2012): Lokale Konventionen des Friseurwesens. Gefühlsmanagement und Vereinbarkeit von Beruf und Privatem in einem Frauenberuf. In: Das frauenpolitische Forum an der TU Berlin WS12, S. 16-17

    • Mika, Tatjana/Hering, Linda/Hochfellner, Daniela (2010): Welche berufliche Qualifikation und Erfahrung brachten Aussiedler und Spätaussiedler bei der Zuwanderung mit? In: Deutsche Rentenversicherung Bund (Hg.), Gesundheit, Migration und Einkommensungleichheit. Bericht vom siebten Workshop des Forschungsdatenzentrums der Rentenversicherung (FDZ-RV) am 18. und 19. Juni 2010 im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), (DRV-Schriften, 55/2010), Berlin.

  • Vorträge

    • Notstand im Schlaraffenland – Lebensmitteleinzelhandel in Zeiten von Corona, Virtuelle Jahrestagung des Arbeitskreis geographische Handelsforschung 05. Juli 2020

    • Digitales Gemüse – Wie die Materialität der Waren die Organisation des Online-Handel beeinflusst. 3. Workshop des Arbeitskreis Digitalisierung und Organisation 05./06.03.20

    • Freshfood, Materiality and (In)visibility of Polycontexturalization. Second International Conference of the SFB 1265 “Re-Figuration of Spaces: Re-Figuration of Spaces: Polycontextural Spatial Arrangements” 25-26.02.2020 (zusammen mit Julia Fülling)

    • Die Digitalisierung des Nicht-Digitalisierbaren? Strategien im Freshfood Online Shopping. Vortrag auf dem Deutschen Kongress für Geographie, Kiel, 25.-29.09.2019

    • Between Distinctiveness and Standardization. The Various Sensual Landscapes of Buying and Selling Fresh Produce in Berlin. Im Rahmen der Tagung “Europe and Beyond: Boundaries, Barriers and Belonging. 14th Conference of the European Sociological Association”. 20-23 August 2019, Manchester / UK (zusammen mit Julia Fülling)

    • How to trace the Intrinsic Logic of Cities using historical material. Vortrag auf der 9th International Conference on Social Science Methodology (RC33 Conference) des ISA RC 33 (Research Committee on Logic and Methodology). 11.-16.09.2016, Leicester (Großbritannien)

    • Learning from the Past: Urban Ways to Reduce the Daily Complexity in Economic Practices. Vortrag auf dem 3rd ISA Forum of Sociology (“The Futures We Want: Global Sociology and the Struggles for a Better World”), 10.-14.07.2016, Wien (Österreich) (zusammen mit Nina Baur)

    • Konventionen und Wirtschaftskrisen. Zur Wahlverwandtschaft zwischen lokalen Wirtschaftspraktiken und wirtschaftlichen Ent­wick­lungs­pfaden. Vortrag im Rahmen der Ad hoc‐Gruppe „Die Soziologie der Kritik, der Rechtfertigung und der Konventionen“ auf dem 37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) zum Thema „Routinen der Krise – Krise der Routinen“, 06.‐10.10.2014, Trier (zusammen mit Nina Baur)

    • Hat es sich gelohnt, vor dem Mauerfall in den Westen zu ziehen? Erwerbsbiografien von Übersiedlern und Ost-West Mobilen im Vergleich. Lebensverläufe in Ost- und Westdeutschland: Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Ausbildung, Erwerbstätigkeit und Familie, Workshop des Max- Planck-Instituts für demografische Forschung, der Universität Rostock und der Universität Bremen am 24. und 25. März 2011, Rostock. (zusammen mit Tatjana Mika)