Blog | Themenschwerpunkt Raum & Konflikt

Gentrifizierung im ländlichen Raum, Gemeinschaftsbildung in der Nachbarschaft und im Netz, Überwachung öffentlicher Plätze, Quarantäne und Homeoffice…Räume stehen im Brennpunkt gesellschaftlicher Auseinandersetzungen. Konflikte – ob digital mediiert oder analog – finden immer irgendwo statt, sie manifestieren sich an Orten, entzünden sich an ihnen und hinterlassen ihre Spuren. Gerade die Pandemie bedeutet eine Krise des Raums, weil gewohnte Konzepte sozialer Normalität umgelernt werden und ansonsten Hoffnung spendende Utopien blass wirken.

In den nächsten Wochen erscheinen hier im Rahmen der Themenreihe „Raum und Konflikt“ des SFB 1265-Blogs Abhandlungen, Beobachtungen und Reflexionen zu Räumen und Konflikten aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven und mit dem Anspruch, auch ein außeruniversitäres Publikum zu erreichen.

26. Februar 2021

“I will kill you, I will waste your life and nothing will happen”.

Rebecca Enobong Roberts & Comrade Deji Adeyanju) Navigating public space is globally complex and complicated . In nations of the Global South, where democracies are gradually becoming problematic , it is becoming obvious that these democracies are blurry with porous boundaries. Various mechanisms such as “no trespassing” signs, high fences and strategic CCTV cameras all testify to increasing contestations over what public space means and who has a right to access it. In Africa, the situation is progressively getting worse, as the recent oppression and killings of unarmed protesters in public spaces attest to. For example, the arrest and killings of unarmed protesters in the cities of Lagos and Abuja, Nigeria and Kampala, Uganda , should bring to the fore debates and questions on the reconfiguration and negotiation of public space. In this post, we seek to reflect on the ENDSARS protest in Nigeria and its implications for rights to public space in Nigeria.

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19. Februar 2021

Subreddits im Konflikt: Die territorialen Praktiken von Online-Gemeinschaften

Raumkonflikte gibt es auch im Internet. In sozialen Medien bilden sich soziale Gemeinschaften, die über territoriale Praktiken der Inklusion und Exklusion ihre Grenzen festlegen und auf diese Weise ihre Identitäten ausbilden. Am Beispiel eines Reddit-Forums („Subreddits“) zeigt dieser Beitrag, wie Praktiken der Grenzziehung und ritualisierte Konflikte zur Gemeinschaftsbildung beitragen. Dabei wird deutlich, dass Konflikt, Gemeinschaft und Raum in der digitalen Umgebung genauso untrennbar verbunden sind wie in der physischen Welt.

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12. Februar 2021

Vom Container „Schulhaus“ zur transformativen Bildungsregion? Über die Notwendigkeit eines raumpädagogischen Paradigmenwechsels

Dr. Kathrin E. Plank (Universität Passau). Durch die coronabedingte Erschütterung der Beschränkungen von Lernort und -zeit wurde verstärkt ersichtlich, dass der Bildungsraum Schule in vielerlei Hinsicht den Anforderungen einer Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts nicht mehr gerecht wird. Vor dem Hintergrund einer Re-Figuration des Bildungsraums stehen räumliche Neuordnungen in einem konfliktreichen Spannungsverhältnis zu schulräumlichen Deutungs- und Nutzungsgewohnheiten praktizierender Lehrkräfte. In ihrem Beitrag setzt Kathrin Eveline Plank sich mit dem Potential eines bildungsräumlichen Paradigmenwechsels für eine „Neuprogrammierung schulischer Grammatik“ auseinander.

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