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31. Juli 2023

„Karten und Pläne sind immer ein Machtinstrument“

Dr. Séverine Marguin | aufgezeichnet von Céline Lauer

Stadtpläne, U-Bahn-Netze, Google Maps: Kartierungen von Räumen sind aus dem Alltag nicht wegzudenken. Doch auch Forschende können mit Mappings ganz neue Wege einschlagen, findet Séverine Marguin. Hier erklärt die Soziologin, wie Wissenschaftler:innen des SFB mit diesem Werkzeug arbeiten, warum die Kommunikation via Kartierung oft sogar besser gelingt – und weshalb man sich von den hübsch anzuschauenden Plänen nicht täuschen lassen darf.

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28. Juli 2023

Visual impressions from fieldwork in Lagos

Francesca Ceola

A thin line between ethics and aesthetics haunts these reflections on field research in an African city, approached through the positionality of a researcher from a European context. Based on some visual impressions encountered during the fieldwork, the researcher Francesca Ceola retraces the process of reorientation in a place geographically and culturally very far away from her habitat recognizing what she knows in what she sees. In doing so, she contests the abstraction of “going to do fieldwork” as separate from everyday scientific practices.

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24. Juli 2023

„Als Forscherin werde ich zu einem Teil des Problems“

Janin Walter | aufgezeichnet von Céline Lauer

Wer nach Venedig reist, um dort den Massentourismus zu untersuchen, trägt automatisch zu den Menschenmengen bei – und muss dazu eine Haltung entwickeln, findet Raumstrategin Janin Walter. Hier erklärt sie, warum das Nachdenken über die eigene Position nicht nur im Feld, sondern auch am SFB eine wichtige Rolle spielt – und weshalb das Forschungskollektiv bei der Transformation universitärer Hierarchien und Strukturen zum Vorbild werden könnte.

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17. Juli 2023

„Ich halte solche Heile-Welt-Vorstellungen für hochgefährlich“

Prof. Dr. Ilse Helbrecht | aufgezeichnet von Céline Lauer

Unberührt, intakt, grenzenlos: So stellen sich Großstadtbewohner:innen rund um den Globus die Natur vor. Doch diese imaginierte Idylle kann gerade in Zeiten multipler Krisen zum Problem werden, findet Ilse Helbrecht, Teilprojektleiterin am SFB 1265. Hier erklärt sie, welche Brisanz in romantischen Naturbetrachtungen à la Caspar David Friedrich steckt und warum sich Städter:innen ausgerechnet im Grünen besonders sicher und aufgehoben fühlen.

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10. Juli 2023

„Für mich hat diese Smartifizierung dystopische Momente“

Prof. Dr. Martina Löw | aufgezeichnet von Céline Lauer

Schon in der Wohnung den Aufzug rufen, nie mehr an der Supermarktkasse anstehen: Die Digitalisierung verheißt ein einfacheres, reibungsloses Leben – doch sie verändert den Alltag nicht immer zum Positiven, findet Martina Löw. Hier erzählt die Sprecherin des SFB 1265, warum sich die Bewohner:innen einer koreanischen Smart City infolge neuer Technologien anders begegnen und wie die virtuelle Sphäre unsere Raumwahrnehmung spürbar verändert.

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7. Juli 2023

Und was ist mit dem Hausmädchen?

Dr. Jochen Kibel | Dr. Makau Kitata | Dr. Brenda Strohmaier

Wie lebt die kenianische Mittelschicht? Das Teilprojekt A05 „Zuhause“ untersucht Lebensräume in Nairobi und ihre Bedeutung für die Identitätsbildung und greift dabei auf Ereignisse der kolonialen Vergangenheit zurück. Projektleiter Jochen Kibel und Kooperationspartner Makau Kitata sprechen mit der Journalistin Brenda Strohmaier über erste Ergebnisse.

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16. Juni 2023

Pokémon Go – Wenn der Friedhof zum Spielplatz wird

Dr. Eric Lettkemann

Der SFB 1265-Forscher Eric Lettkemann beleuchtet die faszinierende Dynamik zwischen digitalen Technologien und öffentlichen Räumen. Unterschiedliche Umgangsweisen mit dem Hybrid-Reality-Game Pokémon Go – von Friedhofsverboten in Europa bis hin zur nahtlosen Integration in Tokio – lenken den Blick auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und zukünftigen Herausforderungen dieser sogenannten lokativen Medien in einer Welt, in der sich das Digitale und das Physische zunehmend überlagern.

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26. Mai 2023

Vom Lessing-Denkmal bis zum Landwehrkanal

Christopher Heidecke

Wirklichkeit und insbesondere Städte unterliegen einem steten räumlichen sowie zeitlichen Wandel. Dieser Beitrag ist ein Auszug einer Masterthesis, welche unter anderem mittels Lucius Burckhardts Methode der Spaziergangswissenschaft interpretativ-phänomenologisch den Berliner Potsdamer Platz untersucht und versucht, die planerische wie organisationale Entwicklung als Ausgangspunkt der Betrachtung für die hiesige Raumkonstitution zu setzen. Anhand einer dichten Beschreibung und zahlreichen Fotocollagen soll es den Leser:innen ermöglicht werden die wahrgenommene ›Qualität‹ des ehemaligen Mauerraumes und der vorhandenen ortsproduzierenden Maßnahmen im Zusammenspiel mit dem leiblichen-forschenden Subjekt sinnlich nacherfahren zu können.

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